Orlando Bloom hilft Kindern in Not

Die Tatsache allein klingt schockierend: ein Viertel aller Kinder im schulpflichtigen Alter leben in Ländern, in denen Armut oder Krieg herrschen. In Zahlen bedeutete dies: 462 Millionen Kinder weltweit leiden unter Hunger oder den tödlichen Gefahren eines Krieges. Eines dieser Länder: die Ukraine. „Für zu viele Kinder in der Ukraine kann der Schulweg ein Marsch in den Tod werden oder ihr junges Leben von einer Sekunde auf die andere massiv verändern „, sagt Giovanna Barberis von UNICEF Ukraine. Denn: seit dem Beginn des Konfliktes mit Russland wurden bereits mehr als 55.000 Landminen geortet und entschärft. Aber das ist nur die Spitze des Eisberges, viele tödliche Minen bilden eine Gefahr für Kinder, die unbeschwert im Freien spielen oder sich einfach nur aufmachen, um zur Schule zu gehen.

In der Ukraine haben 230.000 Kinder ihr Zuhause verloren

Hollywood-Star Orlando Bloom („Fluch der Karibik“), selbst Vater eines Sohnes, reiste jüngst in die Ukraine, um sich vor Ort selbst ein Bild über die Gefahren für die Kinder zu machen – und um zu helfen, den Alltag dieser Kinder sicherer zu machen. Er traf Kinder, die traumarisiert sind von den Folgen des mörderischen Krieges. „Die Geschichte der 11-jährigen Liana hat mich besonders berührt. Sie lebte in eisiger Kälte fast zwei Wochen lang unter den Trümmern ihrer Schule, nachdem diese von einer Rakete in Schutt und Asche gelegt wurde. Ohne Licht, ohne Wärmequelle“, erzählt der Schauspieler.

„Die Kinder wünschen sich wieder etwas mehr Normalität“

Bloom besuchte Schulen, die nur drei Kilometer von der Kriegsfront entfernt liegen und die bei Angriffen massiv zerstört wurden. Jede fünfte Schule oder Kindergarten in der Region ist beschädigt. Rund 230.000 der Kinder, die diese Einrichtungen besuchen, haben ihr Zuhause verloren, mehr als doppelt so viele sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, weil die Eltern ihre Jobs verloren haben – oder starben. „Alles was diese Kinder sich nun wünschen ist etwas mehr Normalität. Ein Klassenzimmer ohne Raketenschäden und eine Zukunft ohne Angst vor neuen Einschlägen“, sagt Bloom.

Ein neues Programm soll Abhilfe schaffen

Ein erster Lichtblick soll das Programm „Education Cannot Wait“ sein, dass beim „World Humanitarian Summit“ in Istanbul gestartet werden soll. Das Ziel der Initiative: Kindern ein Not auch eine vernünftige Bildung zu ermöglichen. In den kommenden fünf Jahren sollen dafür 4 Milliarden Dollar an Spendengeldern gesammelt werden, um 13,6 Millionen Kinder in Not zu versorgen. Bis 2030 will man schließlich 75 Millionen Kindern geholfen haben.  „Jedes Kind verdient eine faire Chance und eine hoffnungsvolle Zukunft“, sagt Orlando Bloom. Besser kann man es wohl  nicht auf den Punkt bringen!

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