Mike Shinoda Interview

Mit „Post Traumatic“ verarbeitet Mike Shinoda die Trauer um Linkin Parks` Chester Bennington

Fast ein Jahr ist es her, dass Linkin-Park-Frontmann Chester Bennington (†) sich aufgrund von schweren Depressionen das Leben nahm (Hilfe bei Depressionen bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111). Damit hinterließ er bei seinen Fans und Band-Kollegen eine große Lücke. Wie schwer es war, mit dieser Leere umzugehen, beschreibt Linkin-Park-Mitbegründer Mike Shinoda auf seinem ersten Solo-Album „Post Traumatic“, das am 15. Juni erscheint. Darin nimmt der Musiker seine Fans mit auf seine ganz persönliche Reise hinaus aus der Trauer. Und die 16 Songs könnten tatsächlich ehrlicher und emotionaler nicht sein. Doch nach dem tragischen Tod seines guten Freundes Chester wieder zurück in Studio zu kehren, war alles andere als leicht: „Das letzte Jahr war einfach verrückt. Es fiel mir schwer wieder ins Studio zu gehen, weil mich einfach alles an Chester erinnert hat. Das hat mir Angst gemacht. Aber ich wusste, dass meine Angst nur schlimmer werden würde, je länger ich damit warte“, so Mike Shinoda im neuH-Interview.

„Post Traumatic“: Mike Shinodas Reise aus der Trauer

Mike Shinodas erstes Solo-Album „Post Traumatic“ erscheint am 15. Juni
Photo by WMG

Im Januar hat Mike Shinoda bereits eine „Post Traumatic“-EP herausgebracht, darauf enthalten die drei sehr emotionalen Songs „Place To Start“, „Over Again“ und „Watching As I Fall“. Nun soll das erste Solo-Album des Musikers folgen. „Post Traumatic“ behandelt aber nicht ausschließlich Mike Shinodas Trauer. Wie der Musiker selbst erklärt, zeigen die Songs vielmehr, wie er seinen Kummer verarbeiten und überwinden konnte: „Es ist ein autobiografisches Album und enthält eine Art Konzept. Es beschreibt meinen Weg aus der Trauer heraus – nicht in die Trauer hinein“, so Mike Shinoda. Die Reihenfolge der 16 Songs habe der Linkin-Park-Sänger dabei ganz bewusst gewählt: „ Durch die Anordnung der Lieder können die Zuhörer mir auf dieser Reise folgen, sie wissen immer, wo ich mich gerade befinde“. Der Song „Crossing A Line“ hat für Mike Shinoda dabei einen besonderen Stellenwert. Er markiert die Mitte des Albums und stellt auf Mike Shinodas Reise aus der Trauer eine Art Wendepunkt dar.

 

 

Mike Shinoda: „Kunst ist Therapie für mich“

Doch nicht nur die Musik hat eine heilende Wirkung auf Mike Shinoda. Auch Kunst gibt dem Sänger mit amerikanisch-asiatischen Wurzeln immer wieder Kraft, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Schon als Kind habe er es geliebt zu malen: „Die Malerei war schon immer eine Art Therapie für mich. Es ist das erste, was ich mache, wenn es mir nicht so gut geht“. Musik und Kunst sind die zwei Dinge, die Mike Shinoda dabei geholfen haben, mit dem Selbstmord seines guten Freundes Chester Bennington umzugehen. Nichtsdestotrotz fiel es ihm lange Zeit sehr schwer, alte Linkin-Park-Songs anzuhören. Zu schwer war es, Chesters Stimme zu hören. Doch heute weiß Mike Shinoda, dass er stark genug ist, nach vorne zu sehen. Daher freut er sich darauf, endlich wieder auf der Bühne zu stehen: „ Ich freue mich so sehr, endlich wieder raus in die Welt zu gehen und unsere Fans zu sehen“.

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