Die Kinder des Krieges im Friedensdorf Oberhausen: die schwächsten Opfer

Kinder sind die schwächsten Opfer von Kriegen. Tagtäglich erreichen uns Nachrichten von sinnloser Zerstörung in den Krisengebieten der Erde wie Syrien, Afghanistan, Irak, Afrika. Für die Menschen vor Ort bedeutet das vor allem eines: Tod, schwere Verletzungen, kaputte Häuser, maßloses Elend. Ahmad (12) aus Afghanistan trat auf eine Mine – er hatte noch “Glück” im Unglück, die Explosion verletzte ihn “nur” schwer im Gesicht und an den Händen. Dem kleinen Abdul (11) aus Angola zerfetzte eine Splitterverletzung den Intimbereich, er kann nur mit Hilfe eines künstlichen Ausgangs auf die Toilette gehen. Ein Feuer verbrannte Mohammad (10) aus Afghanistan Hände und Gesicht.

Während Deutschland noch diskutiert, kämpfen  zahlreiche Hilfsorganisationen und Hollywood-Stars für körperlich und seelisch geschundene Kinder aus Kriegsgebieten

Während die Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen auch in Deutschland derzeit  hohe Wellen schlägt und oft auf einem schäbigen Niveau geführt wird angesichts der eigenen Geschichte und des Reichtums eines Landes, dass zu den führenden Industrienationen der Welt zählt, arbeiten zahlreiche Hilfsorganisationen zu oft im Verborgenen daran, vor allem in Not geratenen Kindern zu helfen. Organisationen tun sich zusammen, um mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung auf die körperlichen und seelischen Grausamkeiten zu lenken, die Kindern in Kriegen angetan werden. “War Child” heißt eine  Kampagne, die mit Hilfe von namhaften Prominenten wie Präsident Bill Clinton, Elton John, Paul McCartney, George Clooney, Johnny Depp, Andrew Lloyd-Webber, Matt Damon und Dutzende anderer Stars für Frieden und vor allem für den Schutz von Kindern in Kriegsgebieten kämpft, während auch in Deutschland über die „Sozialschmarotzer“, das „Gesindel“ und den „Arabischen Abschaum“ aus den Kriegsgebieten diskutiert wird.

Schon seit 1967 wird Kindern aus Kriegsgebieten in Oberhausen geholfen

Dabei hat vor allem in Deutschland die Hilfe von kriegsgeschädigten Kindern eine lange Tradition. Schon 1967 gründete sich im Oberhausen der Nachkriegszeit eine Bürgerinitiative namens “Friedensdorf”, deren Hilfsmodell mittlerweile weltweit an verschiedenen Standorten aktiv ist. Allein in Vietnam arbeiten elf Friedensdörfer nach dem Oberhausener Modell, dass vor mehr als 45 Jahren von Menschen ins Leben gerufen wurde, die nicht einfach wegschauen, sondern den Opfern der Kriege in Korea, Vietnam und dem Nahen Osten helfen wollten. Auf dem Gelände eines Hüttenwerkes in Oberhausen-Schmachtendorf entstanden damals unter Mithilfe zahlreicher Freiwilliger, der Bundeswehr, der britischen Rheinarmee und der Bereitschaftspolizei provisorische Unterkünfte um schwer verletzte Kinder aus den Kriegsgebieten medizinisch zu versorgen.

Trotz unbeschreiblichem Leid: die Kinder des Krieges sind tapfer und dankbar

Die meisten Opfer kommen mit schweren Entzündungen, Verbrennungen oder Fehlstellungen nach Deutschland. Ihre Heimat sind die Kriegs- und Krisengebiete dieser Welt.  Sie kommen aus Angola, Syrien, Afghanistan oder Gambia. Es sind Kinder, denen unbeschreibliches Leid widerfahren ist und die in ihren jungen Leben schon zu viel erlebt haben. Doch sie sind tapfer, aufgeschlossen und lebensfroh. Sie tragen ihr Schicksal ohne sich zu beschweren, sind dankbar für die Aufmerksamkeit und Hilfe die Ihnen zu Teil wird im Friedensdorf. Sie sind wahre Stars, die sich keinen roten Teppich wünschen. Sie alle eint ein Wunsch: die Rückkehr zu ihren Eltern, die Rückkehr in ein Leben ohne Krieg und Gewalt.

Lieber die Kinder des Krieges als Hollywood-Stars vor der Linse

Der Essener Fotograf Frank-Lothar Lange begleitet das Projekt “Friedensdorf” schon seit längerer Zeit fotografisch. Bei jedem seiner Besuche in Dinslaken ist er auf’s Neue geschockt über die grausamen Wunden, die Kriege an den Kleinen hinterlassen haben. Und fasziniert zugleich, wie tapfer und lebensfroh die Kinder trotz ihres Schicksals ihr noch junges Leben meistern. Lange hatte in seiner beruflichen Laufbahn während der vergangenen Jahrzehnte in erster Linie nationale und internationale Topstars vor der Linse. Doch es sind die Friedensdorf-Kinder, die bei ihm den größten Eindruck hinterließen. “Sie sind die eigentlichen Stars für mich, diese Kinder sind meine persönlichen Helden, auch wenn sie auf keiner Kinoleinwand zu sehen sind oder Millionen von Tonträgern verkaufen,” sagt Lange.

Seinen Respekt vor den Friedensdorf-Kindern wollte Lange auch künstlerisch umsetzen. Für neuH.com hat Frank-Lothar Lange exklusiv einige der Friedensdorf-Kinder so fotografiert, wie er sonst Hollywood-Stars, Fußballer und andere Prominente in Szene setzt.

Mehr Informationen über die Arbeit des Friedendorfes gibt’s auf www.friedensdorf.de und auf Facebook: https://www.facebook.com/friedensdorf

Die komplette Hilfe wird aus Spenden finanziert:

FRIEDENSDORF INTERNATIONAL

Stadtsparkasse Oberhausen
IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00
SWIFT-BIC: WELADED1OBH

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