Herr Cameron, was würden Sie rückblickend an Ihrem ersten Terminator- Film ändern?

Ach, es gibt ein paar Leute die ich angemotzt habe, dafür würde ich mich entschuldigen. Ich würde nichts verändern, die Technologie, die wir damals hatten kann man natürlich nicht mit heute vergleichen. Wo würde man anfangen und aufhören, da würde man niemals fertig werden.

Wie hat „Terminator“ Ihr Leben verändert?

Alles hat sich verändert! Vor dem Film war ich ein Niemand in Hollywood und nachdem der Film in die Kinos kam, musste ich für bestimmt sechs Monate kein einziges Mittagessen mehr bezahlen. Ich hatte Gott sei Dank bereits mein zweites Projekt am Start, „Aliens“, und konnte mich deshalb etwas zurücklehnen und konnte meine neue Stellung etwas genießen.

Sie hatten fortan keine Probleme mehr, Termine bei den Studiobossen zu bekommen?

Es ist nie einfach, aber wenn man Erfolg hat, diskutiert man schneller mit den Entscheidungsträgern statt erst Mal um einen Termin zu kämpfen.

Was ist Ihre erste Erinnerung an Arnold Schwarzenegger?

Ich denke es war bei unserer ersten Begegnung. Er war so schlau und charmant, ganz anders, als ich das erwartet hatte. Er hatte eine unglaubliche Begeisterung für das Projekt. Das Drehbuch hat ihm so gut gefallen und sein Enthusiasmus war ansteckend. Er hatte eigentlich geplant, Michael Beans Rolle des „Kyle Reese“ zu spielen, aber während unserem Lunch-Meeting habe ich ihn die ganze Zeit beobachtet und dachte mir: „Das könnte unser Terminator sein“!

Im Nachhinein macht das total Sinn, aber ursprünglich war angedacht, dass der „Terminator“ eine Figur ist, die ausdruckslos ist. Bedrohlich, aber jemand, der in der Menge verschwindet. Und Arnold ist niemand, der in der Menge verschwindet! Während diesem Mittagessen habe ich langsam umgedacht und die Rolle neu definiert. Als ich mich dazu durchgerungen habe, war Arnold ganz einfach die perfekte Besetzung für diese Rolle. Außerdem hatte ich mein Geld zu Hause vergessen und Arnold hat bezahlt. Deswegen hat er auch die Rolle bekommen (lacht!)

Terminator-DVDWie erklären Sie sich, dass die „Terminator“-Filme immer noch so beliebt sind und eine so große Fangemeinde erreichen? 

Ich weiss es nicht. Die meisten Leute, die heute den Film zu sehen, waren noch nicht einmal auf der Welt, als der erste Film in die Kinos kam. Das heißt wohl, wir haben einen gewissen Kultstatus erreicht, wie das öfter Mal mit Filmen passiert. Die Geschichte an sich ist auch einfach immer noch gut! Die Qualität des Filmes an sich gefällt mir nicht mehr, die Qualität ist einfach heute viel besser, aber die Story ist immer noch gut.

Roboter waren damals noch etwas Außergewöhnliches?

Ja, damals war das etwas Besonderes, aber wir haben uns eben weiterentwickelt und sehen Sience-Fiction nicht mehr als etwas was in der Zukunft passiert. Wir leben längst in der Sience-Fiction Welt. Den Kampf Mensch gegen Maschine haben die Maschinen längst gewonnen. Schauen Sie sich um  wie viele Menschen süchtig nach  technischen Geräten des Alltags sind.

Wie unterscheidet sich der James Cameron von damals zu dem James Cameron von heute?

Älter und weiser. Ich glaube nicht, dass ich mich so extrem verändert habe. Ich lasse mich aber mehr auf Kollaborationen ein und respektiere meine Mitarbeiter mehr. Damals war ich ein junger, verärgerter Künstler, ein junger Rebell. Jetzt bin ich der ältere etablierte Unternehmer.

Und Sie haben immer noch Spaß am Filme machen?

Ja ich liebe es noch immer, Filme machen und Filme ansehen!

Werden Sie sich den neuen Terminator-Film ansehen?

Ja klar, werde ich in mir ansehen. Ich verstehe mich gut mit den Machern des neuen Films, sie haben mir sogar das Drehbuch vorab geschickt. Ich habe ihnen Arnold empfohlen und erklärt, wie er eingesetzt werde kann. Ich habe die Filmemacher darauf hingewiesen, dass die äußere Hülle des Terminators nicht synthetisch, sondern organisch ist und durchaus altern kann. Ich denke, basierend auf dem Drehbuch, das ich gelesen habe,  hat der Film eine gute Chance erfolgreich zu sein.

Sie arbeiten ja gerade fleißig an Avatar…

Ja, ich mache heute nur einen kurzen Abstecher auf den Planeten Erde und bin eigentlich die meiste Zeit in Pandora unterwegs, wo ich arbeite. Wir sind noch in der Design-Phase und machen die Drehbücher fertig, wir haben ja immerhin drei davon. Das Art-Department ist fleißig am Bauen und entwickeln.

Mehr zu Avatar finden sie hier:

http://www.avatarmovie.com

Die Dreharbeiten zu Avatar 2,3 und 4 werden demnächst beginnen, alle drei Filme werden direkt nacheinander gedreht. Avatar 2 wird im Dezember 2016 in die Kinos kommen.

„Terminator Genisys“ mit Arnold Schwarzenegger und Emilia Clarke als „Sarah Connor“ kommt am 9. Juli 2015 in die Kinos.

Sehen Sie den Trailer zu „Terminator Genisys“ hier:

https://neuh.com/terminator-genisys-der-langerwartete-erste-trailer-ist-da/

 

 

 

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