“Ich hoffe nur, dass wir eines nicht aus den Augen verlieren: alles begann mit einer Maus. “ – Walt Disney.

Mickey Mouse ist eine der weltweit bekanntesten Figuren und verhalf Walt Disney zum Durchbruch. Heute ist Mickey das offizielle Maskottchen des Disney-Themenparks und seine Ohren sind das Markenzeichen des Konzerns. Fährt man durch die Einfahrt des Disney Animation Studios im kalifornischen Burbank ist das kaum zu übersehen. Das Grundstück ist von großen Gitterstäben umzäunt, an deren Spitzen Mickey’s Ohren prangen. Auf dem Gelände sind Statuen von Walt Disney zusammen mit Mickey zu sehen. Man könnte fast den Eindruck haben als sei Mickey keine Zeichentrickfigur, sondern ein reales Wesen gewesen. Auf dem Dach des Animations-Studio prangert ein riesiger  Zauberhut und das Hauptgebäude, in dem die heutigen Disney-Chefs regieren, wird von den sieben Zwergen als Säulen getragen. Wie zauberhaft die Welt von Disney ist, spiegelt sich nicht nur in den Filmen wieder. Man spürt es überall. neuH besuchte die kreative Zentrale eines der bekanntesten Filmstudios der Welt, in dem auch der neue Disney-Film „Zoomania“ entstand (seit dem 3. März im Kino).

Das neueste Abenteuer der Disney Animation Studios: Zoomania

Ein Tag hinter den Kulissen von Disney Animation Studios und der Ausdruck “Liebe zum Detail” erhält neue Dimensionen. 1Poster_Burrows-Disney-Zoomaniaweb„Zoomania“ ist eine moderne Metropole und die Heimat von zahlreichen Säugetieren. Menschen haben in der Welt von Zoomania nie existiert und sind auch kein Teil davon. Die in Zoomania lebenden Tiere haben normale Jobs, gehen auf zwei Beinen, können sprechen und tragen Kleidung. Zoomania ist in sechs verschiedene Stadtteile unterteilt, die Tiere aus verschiedenen Lebensräumen beherbergen: “Sahara Square” für die Wüstentiere, “Tundratown” für die Polarbären und Elche, der tropische “Rain Forest District und in “Little Rodentia” leben die  Mäuse. “Bunnyborrows” bietet Platz für die Millionen und Abermillionen von super süßen Hasen. In der Innenstadt “Savanna Central” dagegen leben Säugetiere aus allen Lebensräumen zusammen. Es ist ein Ort, an an dem es nicht darauf ankommt was man ist – ob der größte Elefant oder die kleinste Spitzmaus. Man kann sein, wer oder was man will.

Zoomania-Disney-BTS-1webHinter den Kulissen von Zoomania

Die Hauptfigur in dem Film ist ein Hase namens Judy Hopps. Sie verlässt “Bunnyborrows” um in “Savanna Central” als Polizistin zu arbeiten. Schnell merkt sie jedoch, dass man es als Neuankömmlig und kleiner Hase auf einem Polizeirevier zwischen großen und robusten Tieren nicht leicht hat. Doch sie will es allen anderen und vor allem sich selbst beweisen. Auch, wenn das bedeutet sich mit dem hinterhältigen Fuchs Nick Wilde zusammentun, um einen Fall zu lösen. Seit mehr als fünf Jahren arbeitet das Team von Disney daran “Zoomania” lebendig werden zu lassen. Unglaublich und kaum vorstellbar. Obwohl es ein Animationsfilm ist, wollte man bei Disney den Film so realitätsnah wie möglich machen. Eigenarten von Tieren, ihr Fell, ihre Bewegungen. Alles wurde bis aufs Kleinste analyisiert.

18 Monate lang Säugetiere erforschen

Ein Team hat 18 Monate nur damit verbracht Säugetiere zu erforschen. Dazu haben sie mit Experten aus der ganzen Welt gespochen und sind 9000 Meilen bis nach Kenya in Afrika gereist, um das Verhalten und die Persönlichkeit der Tiere zu studieren. Im Gespräch mit den Regisseuren und den verschiedenen Entwicklern, wird schnell klar, wie viel Energie und Leidenschaft die Mitarbeiter in die Welt von Zootopia stecken. Ein Jahr lang hat ein ganzes Team  das Fell von verschiedenen Tieren studiert. Wie bewegt es sich im Wind, welche Konsistenz hat es und vor allem wie verhält es sich, wenn Kleidung darüber ist? Die Fellfarbe eines Eisbärs kommt dadurch zustande, dass das Licht zwischen den einzelnen Haaren hin und her reflektiert wird.

Wie bewegt sich das Fell eines Eisbären?

Im Film setzen die Trickfilmzeichner genau diese Technik ein. So wird das Fell eines Eisbärs für den Zuschauer noch realer. Auch Kleidung sitzt an Tieren anders als an Menschen. Doch deren Anatomie stellte das Team vor einige Herausforderungen. Besonders schwer haben es sich die Entwickler mit einem Büffel auf zwei Beinen getan. Ein Beispiel: Die Polizeiuniform wollte dem afrikanischen Büffel-Chief Bogo einfach nicht passen. Alles sitzte einfach nicht richtig. Die Statur eines Büffels auf zwei Beinen erinnert allerdings an einen Bodybuilder. Also hat sich das Team Bodybuilder angeschaut, die auch Polizisten sind, um herauszufinden wie diese ihre Uniform tragen. Faszinierend.

Eine Stadt, erschaffen von Tieren

“Wenn ich ein Tier wäre, wie würde dann die Stadt in der ich lebe aussehen?” Das haben sich die Schaffer von Zoomania gedacht und die ganze tierische Stadt durchgeplant. Man fragt sich: Wie kann ein Stadtteil wie “Tundratown”, in dem Eis und Schnee liegt, neben einer Wüste existieren? Disney hat dafür Ingenieure befragt und die Antwort gefunden: Wir bauen eine riesige Mauer, die als Klima-, bzw. als Heizanlage funktioniert. Künstler, Ingenieure, Träumer und Geschichtenerzähler haben zusammen eine Metropole geschaffen, in der Elefanten neben Mäusen leben können. Eine facettenreiche Stadt, deren Transportsysteme sowohl für kleine als auch große Tiere Sinn macht. Rohre, Lifte und Eingänge aller Art sind logistische Kunstwerke.  Zwar sind die Stadteile von Zootopia von New York, London und anderen Metropolen inspiriert, dennoch dominieren natürliche Formen und Farben die Stadt. Die Schaffer haben versucht bei ihrer Arbeit alles durch die Augen von Tieren zu sehen.

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Türen in allen Größen! credit: Disney

John Lasseter – der Pixar-Visionär

Wie weit das gehen kann, zeigt diese kleine Anekdote über Executive Producer John Lasseter:  Eine Szene im Film zeigt, wie der Fuchs Nick bei Mäusen am Tisch zu Kaffee und Kuchen sitzt. Das Kuchenstück ist natürlich für Fuchsverhältnisse extrem klein. John wollte genau diese Szene nachfühlen können, um zu wissen, wie sie am Ende aussehen soll und backte sich einen enorm kleinen Kuchen. Er schnitt ein kleines Stück von diesem Kuchen ab und versuchte es zu essen. Das nahm er auf und schickte es als Video seinem Team damit diese sehen, wie die Szene aussehen soll. So entstehen Disney-Filme: mit viel Liebe zum Detail und jeder Menge Kreativität.

Walt Disneys Haus

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