Es ist DIE neue, hochgelobte Serie in den USA: „American Crime“. Inklusive Star-Besetzung startete das Krimi-Drama bereits am 5. März in den Staaten. Nicht einmal zwei Wochen später, am 16. März, läuft die erste Staffel auch in Deutschland an.

In „American Crime“ dreht sich zu Beginn alles um den Mord an dem Ex-Soldaten Matt Skokie. Er und seine Frau wurden in ihrem Haus überwältigt. Warum und von wem? Das gilt es aufzuklären. Und trotzdem ist „American Crime“ keine gewöhnliche Krimi-Serie. „Es geht nicht nur um die Mord-Ermittlungen, sondern stattdessen fokussiert die Serie die Familien, die Opfer, die Verdächtigen – alle, die etwas mit dem Mord zu tun haben könnten. „Man blickt  in ihre Küchen, in ihre Wohnzimmer, in ihre Schlafzimmer und zeigt, wie sehr sich ihre Leben durch dieses eine Ereignis verändern“, erklärt Hauptdarsteller Timothy Hutton. An der Seite von „Desperate Housewives“-Star Felicity Huffman als Mutter von Matt spielt der Oscar-Preisträger den Vater des Opfers. Die Eltern sind geschieden.

Alleine die Suche nach dem Mörder ihres Sohnes verbindet sie. Bereits in der ersten Folge von „American Crime“ werden verschiedene Personen verdächtigt, keine von ihnen ist weiß: Ein Junge mit mexikanischen Wurzeln wird zuerst als Mörder festgenommen, außerdem werden ein Farbiger und ein Drogendealer verhaftet. So schwenkt der Fokus der Serie schnell vom Mordfall auf die unterschiedlichen Vorurteile, die alle Serien-Charaktere haben und hält auch dem Zuschauer den Spiegel vor: Denke ich zu stereotypisiert? Wie würde ich in der Situation reagieren? Regisseur John Ridely schafft es, dass der Zuschauer sich selbst dabei ertappt, wie er Sympathien zu unterschiedlichen Personen der Serie aufbaut, obwohl er weiß, dass sie – zumindest moralisch – falsch handeln.

Nicht nur inhaltlich ist „American Crime“ vielversprechend. Auch die Machart fesselt und lässt die Serie fast wie einen Kinofilm wirken. Ridley, der bereits das Drehbuch des mit mehreren Oscars ausgezeichneten Dramas „12 Years a Slave“ geschrieben hat, lässt seine Charaktere teils lange Monologe halten. Er lässt ein Bild stehen, während bereits der nächste Dialog zu hören ist. „Wir haben uns alle Effekte des Kinos zu Nutze gemacht, um diese Geschichte zu erzählen. Wir erzählen die Story völlig anders als alles , was wir bisher im Fernsehen gesehen haben“, erzählt der Regisseur  stolz im neuH-Interview. „Ich weiß nicht, ob die Welt schon bereit ist für eine solche Serie, aber ich glaube, dass die Fernsehzuschauer heute schlau und pfiffig sind. Früher hätten die Menschen vielleicht aufgebracht auf ‚American Crime’ reagiert, aber unsere Gesellschaft hat sich weiterentwickelt. Wir akzeptieren und tolerieren mehr. Ich bin stolz und gespannt, wie die Serie aufgenommen werden wird und ich glaube, es wird eine interessante Reise für uns alle.“

Deutschlandpremiere von American Crime, auf 13th Street. Am 16. März ab 21.50 Uhr. Copyright: ©2014 ABC Studios

Leave A Comment

Your email address will not be published.