1986 in einem Partykeller im kalifornischen Fullerton: Eric Stefani gründet zusammen mit Kumpels die Band „No Doubt“ und schlägt seiner kleinen Schwester Gwen vor, als Backround-Sängerin einzusteigen. Gwen ist damals gerade mal 17 Jahre alt, brünett und alles andere als ein taffes Rock-Girl. Sie verliebt sich Hals über Kopf in Tony Kanal, den Bassisten der Band. Acht Jahre lang sind die beiden ein Paar. Ihre Trennung verarbeitet die Sängerin 1996 in dem Song „Don’t Speak“ – und stellt ihr Leben damit komplett auf den Kopf. Der Rest ist Geschichte.

Rund 20 Jahre später ist Gwen Stefani eine der erfolgreichsten Künstlerinnen unserer Zeit. Von dem Mädchen aus Fullerton ist äußerlich nicht viel übrig geblieben. Platinblonde Mähne und knallroter Lippenstift sind heute Stefanis Markenzeichen. Doch eigentlich hat sie sich kaum verändert, wie sie selbst sagt: „Die Leute halten mich für einen Rockstar, aber im Innersten bin ich immer noch die kleine Schüchterne, die sich nur wünscht, dass die anderen sie für cool halten.“

Wenn man sich die Karriere der 47-Jährigen so anschaut, kann man das nur schwer glauben. Sie scheint der Inbegriff von Coolness zu sein. Schon lange gilt Gwen als Stil-Ikone, designt seit 2003 für ihr eigenes Mode-Label L.A.M.B., mit dem sie regelmäßig auf den größten Laufstegen der Welt vertreten ist. Sie brachte außerdem die vegane Taschen- und Schuhkollektion „gx by Gwen Stefani“ auf den Markt. Und als wäre das noch nicht genug, stieg sie in den vergangenen Jahren als Jurorin bei der US-Version von „The Voice“ ein, begann die Arbeit an ihrem neuen Studio-Album und brachte ganz nebenbei auch noch ihr drittes Kind zur Welt.

Klingt nach einer Art „Super Woman“, doch Stefani ist längst nicht so perfekt, wie ihr Image. Und sie scheut sich nicht, das auch zuzugeben: „Ich habe die gleichen Ängste und Sorgen wie jede Frau“, erklärt sie. „Ich dachte zum Beispiel immer, ich würde die perfekte Mutter sein, aber ohne Haushälterin schaffe ich es nicht.“ Genau diese gesunde Einstellung zu sich selbst macht Gwen Stefani so erfolgreich. „Es gab niemals den Punkt, an dem ich glaubte, es geschafft zu haben”, sagt sie weiter. “Es geht nicht um das Resultat, denn es gibt kein richtiges Ende auf dieser Reise.”

Ein Ende scheint  nicht in Sicht zu sein. Für Gwen geht es einfach immer weiter nach oben – auch ohne Super-Kräfte.

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