Im Hauptgebäude von „Lucasfilm“ sind „Star Wars“-Ikonen das bestimmende Thema . In den Vitrinen erinnern Filmpreise an den epischen Erfolg der Filmreihe.

„Rogue One“ – eine Erfolgs-Story

„Rogue One“ ist der achte Film der Star War-Filmreihe. Aber der erste Film der sogenannten „Anthology“-Serie, die  in sich abgeschlossene Weltraum-Abenteuer erzählen, die zeitlich sowie räumlich von der bisher bekannten Star Wars-Geschichte losgelöst sind. „Rogue One“ ist die Geschichte von einer Gruppe Rebellen unter der Führung von Jyn Erso (Felicity Jones), deren Mission es ist die Pläne für den Death Star zu stehlen. Der Film spielte bislang mehr als eine Milliarde Dollar weltweit ein. Ab dem 4. Mai  ist die  DVD im Handel erhältlich, Blu-rayTM und Blu-ray 3DTM ab dem 21. April.

Sandra Knauer von neuH vor dem Yoda-Brunnen am Eingang zum „Lucafilm“-Headquarter in San Francisco. Sandra dufte einen Blick hinter die Kulissen des Epizentrums von „Star Wars“ werfen.

Besuch im Epizentrum von Star Wars in San Francisco

Einer der großen Fan-Lieblinge in „Rogue One – A Star Wars Story“ ist K-2S0 –  ein über zwei Meter großer Droide, den der Schauspieler Alan Tudyk zu Leben erweckt. neuH traf Alan sowie weitere kreative Schlüsselfiguren von „Rogue One“ bei einem Besuch im von George Lucas gegründeten Epizentrums des Star Wars-Empires  bei „Lucasfilm“ und „Industrial Light & Magic“ (ILM)  in San Francisco. Hier, in den heiligen Hallen von „Lucasfilm“ auf dem  Gelände einer ehemaligen Kaserne mitten in San Francisco,  sind viele der Ideen für „Rogue One“ entstanden. Von außen ist das beige Bürogebäude eher unscheinbar – lediglich ein Yoda-Brunnen lässt erahnen, was sich hinter der Fassade befindet. Sobald man die heiligen Hallen betritt, ist die Kreativität  der ILM-Experten in jedem Raum  zu spüren. Lebensgroße Figuren von Star Wars-Ikonen wie Darth Vader bestimmen das Bild der Eingangshalle und der Büroräume. Zahlreiche Filmpreise in Regalen sollen  an die legendäre Erfolgsgeschichte der Star Wars-Filmreihe erinnern – und Mitarbeiter zugleich motivieren, das Imperium auch in Zukunft in glorreiche Zeiten zu führen. Es ist ein berauschendes Gefühl einmal einzutauchen in diese magische Welt von „Star Wars“.

So entsteht ein Droide

Als „Star Wars“-Fan ist es natürlich auch ein ganz besonderes Erlebnis,  die kreativen Köpfe hinter „Rogue One“ einmal persönlich treffen und etwas über die Geheimnisse der Produktion dieses extrem erfolgreichen Films zu erfahren. Einer von ihnen ist Hal Hickel, der Animation Supervisor von ILM. Er  verrät mir etwas über die ursprünglichen Design-Ideen würden Droiden K-2S0  (gesprochen: Kaytoo). „Die Augen für einen Droiden zu kreieren ist schwierig, da muss man immer viel experimentieren,“ sagt Hal. Eine Idee für den K-2S0 war es zum Beispiel ihm auch Augenlider zu geben. „Aber das sah dann etwas zu nett aus und erinnerte mehr an Toy Story als an Star Wars“, sagt Hal.  Faszinierend: Der K-2S0 ist letztlich einer der ersten Droiden, der seine Augen bewegen kann, was ihm mehr menschliche Züge und Expressionen verleiht.

Der Motion Mirror bei ILM in San Francicso.
Photo by: Sandra Knauer

K-2S0 – ein Droide auf Stelzen

Was ich auch lerne: Für ILM und „Rogue One“-Regisseur Gareth Edwards war es extrem wichtig, dass Alan Tudyk als K-2S0 mit  den anderen Schauspielern wie Felicity Jones und Diego Luna am Set sein konnte und sie ihm ins Gesicht sehen konnten während der Dreharbeiten. Normalerweise werden Figuren wie der K-2S0 komplett am Computer kreiert. Doch nicht in „Rogue One“. Da war Alan Tudyk im Motion Capture-Anzug mitten im Geschehen dabei. Da der Drohte K-2S0 aber über zwei Meter groß ist, wurden kleine Stelzen für Alan gebaut, damit er größer ist als seine Kollegen.  „Das war wie in Skischuhen auf Stelzen zu laufen“, sagt Alan.  Doch der Schauspieler lernte schnell . Eine große Hilfe dabei war der sogenannte Motion Mirror, mit dessen Hilfe er genau sehen konnte, wie die Motion Capture für K-2SO funktionieren wird (siehe Foto).

K-2SO als Spaßgarant am Set

Alan Tudyk trug seinen Motion Capture Anzug und die Stelzen fast täglich – und manchmal auch Arm-Verlängerungen. Er war damit so etwas wie ein optischer Außenseiter am Set. Allein der Motion Capture-Anzug mit den vielen weißen Knöpfen, die den Animatoren helfen später am Computer den Look von K-2S0 zu kreieren, wirkten ziemlich belustigend auf die anderen Schauspieler.  Dadurch wurde Alan eher unfreiwillig zum Spaßgaranten, weil er seine Schauspielkollegen aufgrund seines lustigen Outfits oft zum Lachen brachte. Darüber und was sonst noch spannend war bei den Dreharbeiten zu „Rogue One“, konnte ich mit Alan (ein echt urig-witziger Typ) sprechen:

Alan in seinem Motion Capture Anzug am Set von „Rogue One“

Was war für Sie das Schwierigste am Set in der Rolle des K-250?

Das Laufen mit den Stelzen war wirklich nicht einfach, vor allem im Sand! Ich sah immer irgendwie aus wie ein Tölpel, der nicht richtig laufen kann. Meine Kollegen haben manchmal richtige Lachanfälle bekommen, in einigen Szenen im Film kann man richtig sehen, wie sie sich das Lachen verkneifen. Aber was tut man nicht alles um in einem Star Wars-Film dabei zu sein.

Es heißt, Sie hätten auch viel  improvisiert?

Ja, ein Droide sagt was er denkt und nach ein paar Tagen ging mir das dann auch ganz automatisch so. Es sind einige Improvisationen im Film gelandet und unser Regisseur fand das gut. Für die Kollegen war es nicht immer einfach, denn vieles von dem was ich spontan gesagt habe, hat sie zum Lachen gebracht.

 Was war das Highlight für Sie?

Die Landung der „U-Wing“! Wir waren wirklich in einem Raumschiff, eine Art Schiffscontainer, der an Seilen in der Luft hing.  Indem das Teil zu Boden gelassen wurde,  haben wir so eine Landung simuliert. Das war supercool. Hätte man auch einfach mit Greenscreen machen können, aber so war es natürlich authentischer und hat irre Spass gemacht.

Ein Stormtrooper auf einem Kamel auf dem Weg ans Filmset

Es wurde aber auch an Sets in anderen Ländern gefilmt . . .

Oh ja, wir waren auf den Malediven und in Jordanien. Wir sehen Jedha zum ersten Mal, das wurde in Jordanien gedreht. Unglaublich! Man steht auf bevor die Sonne aufgeht, Beduinen bringen einen an das Set, mitten in der Wüste. Fantastisch! Ich habe einen Stormtrooper auf einem Kamel gesehen, hätten sie mal im Film lassen sollen, sah genial aus. Das sah so lächerlich gut aus!

Was machen Sie als nächstes?

Einen neuen Boden im Wäscheraum verlegen, ist Linoleum das aussieht wie Holzboden (lacht). Und ich drehe gerade „Powerless“, meine neue Fernsehserie.

Die nächste Episode der „Anthology“-Serie ist „Han Solo“ mit Alden Ehrenreich als der junge Han Solo. Die Dreharbeiten sind gerade im Gange, erscheinen wird der Film 2018. „Star Wars: The Last Jedi “ kommt  im Dezember 2017 in die Kinos.

ROGUE ONE: A STAR WARS STORY
Ab 4. Mai 2017 auf DVD, Blu-rayTM und Blu-ray 3DTM
sowie ab 21. April 2017 digital erhältlich!

All photos by: Lucasfilm

Alan am Set mit seinem Motion Capture Anzug und seinen Stelzen hier im Video:

 

 

Wo „Star Wars“ lebendig wird

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