Das Eiscreme-Museum als perfektes Candyland

Als Kind hat wahrscheinlich jeder schon einmal von einem Ort geträumt, an dem es so viele Süßigkeiten gibt, wie man sich nur wünscht. Einen Ort, an dem alles bunt und fröhlich ist. An dem sich alles um Spaß dreht – das perfekte Candyland eben. Im „Museum of Ice Cream“ in Los Angeles wird diese Vorstellung auf kreative Art und Weise Wirklichkeit. Zumindest ein bisschen. Das Pop-Up-Museum, das bereits im letzten Jahr in New York großen Erfolg feierte, zeigt derzeit im Arts District von Downtown LA zehn unterschiedliche, quietschbunte Kunst-Installationen rund um das Thema Eiscreme. Dabei können Besucher nicht nur schauen, sondern sollen anfassen, schmecken und riechen. Es geht um Interaktion und eine “social Experience” (soziale Erfahrung), so der Co-Founder Manish Vora.

Ein Pool mit 100 Millionen Plastikstreuseln

Bereits das Gebäude der temporären Ausstellung wirkt mit seiner pinken Fassade in der Straße des sonst eher grauen und mit Graffitti besprühten Art Districts ein wenig surreal. Betritt man dann das Haus, hängen im ersten Raum pinke Old-School-Telefone an einer Wand. Darüber begrüßt die Eiscreme-Fee, gesprochen von Schauspieler Seth Rogen, die Besucher und gibt ein paar Funfacts zum Thema Eis. Der Weg führt weiter durch Gänge und Räume, die die einzelnen Installationen voneinander abtrennen. Ein Highlight des Museums ist ein Pool mit über 100 Millionen bunten Streuseln aus Plastik, in dem die Besucher „baden“ können. In anderen Räumen sind lebensgroße Gummibären ausgestellt oder es hängen 10.000 Bananen-Imitationen von der Decke. An verschiedenen Stopps können Besucher Eis von lokalen Eisherstellern probieren. Untermalt wird das Ganze von Gute-Laune-Hits wie “Happy Together”.

Make it SPRINKLE RAIN ☔️✨🍦 #museumoficecream (📸: @maddieperry123)

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Ein Paradies für alle Instagrammer

Die Räume und Objekte in den knallbunten (meist pinken) Farbtönen verlocken definitiv dazu, Fotos zu schießen und auf Social-Media-Kanälen zu teilen. Unter den Hashtags #museumoficecream oder #museumoficecreamla lassen sich auf Instagram bereits mehrere tausend öffentliche Beiträge finden. Maximal werden 20 Personen zur selben Zeit in das Museum gelassen, sodass das Erlebnis einzigartig bleibt und die Räume nicht überrannt werden.

Happy Saturday Ice Cream Lovers! 🍦✨❤️ #museumoficecream (📸: @rrayyme)

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Ausstellung wegen hoher Nachfrage verlängert

Die sonst so Smoothie liebenden, gesunden L.A.-Bewohner sind begeistert von dem „süßen“ Museum. Zumindest waren die nicht ganz preiswerten Tickets (Erwachsene: 29 Dollar, Kinder und Senioren 18 Dollar) schnell ausverkauft. Wegen der hohen Nachfrage bleibt die Ausstellung sogar über einen Monat länger als geplant, noch bis Anfang Juli, in der Stadt. Ob das Museum of Icecream vielleicht auch irgendwann den Weg nach Deutschland findet? Die Macher schließen eine internationale Pop-Up-Ausstellung auf jeden Fall nicht aus.

Photos by: Katie Gibbs/ MOIC

www.museumoficecream.com

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