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Mariah Carey Interview über die Verlobung: „Er war sehr süß“

Die Hotelsuite im „Beverly Hilton Hotel“ hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Möbel sind verrückt oder ausgeräumt, auf den zusammengeschobenen Schreibtischen stehen Teller mit kalten Pommes und Ketchup, geplünderte Obstschalen und jede Menge ungesunde Stressgetränke. Die Crew um Mariah Carey hat hart gearbeitet, um die Diva perfekt aussehen zu lassen. Und da irgendwo mittendrin im Gewusel aus Assistenten, Make-up- und Haar-Spezialisten sitzt sie. Mitten im grossen Raum, im penibel ausgeleuchteten Spotlight. Hinter einer Mauer von Kamera-Ausrüstung lehnt Mariah Carey (45) in ihrem schwarzen Pailletten-Suit gelassen auf der Velvet Couch – und strahlt.

Sie hat sichtlich abgenommen seitdem wir sie zuletzt in Las Vegas vor knapp einem Jahr zum Auftakt ihrer festen Konzertreihe im Caesars Palace trafen. Sie ist fit, gut gelaunt, wirkt ausgeruht, entspannt. Und sie strahlt um die Wette mit ihrem 35 Karat-Verlobungsring. „Er ist ganz schön schwer“ erzählt die Sängerin fast ein bisschen verlegen gleich zu Beginn unseres Interviews. Ihr Freund,  der australische Milliardär James Packer, hielt am 21. Januar überraschend um Mariah’s Hand an. Und sie flüstert hinterher: „Er war sehr süß. Aber die Kinder wissen von der Verlobung noch gar nichts. Sie sind erst viereinhalb. Wir müssen es ihnen langsam beibringen, so dass sie es auch verstehen,“ sagt die zweifache Mutter von Zwillingen Monroe und Moroccan (4).

Im April kommt Mariah Carey nach Deutschland, Österreich und die Schweiz

Anlass des Gesprächs in Beverly Hills ist ihre „Sweet Sweet Fantasy“-Tour, die im März in Glasgow beginnt. Erstmals nach 13 Jahren kommt Mariah wieder nach Europa  und wird am 13. April (Köln) und 14. April (München) auch in Deutschland auftreten, um dann am  18. April in Zürich und am 19. April in Wien zu singen.

Sie liebt ihre Fans, die sie liebevoll „Lambs“ (Lämmer) nennt und am meisten ist sie gerührt, wenn 10.000 Menschen ihre Lieder auswendig mitsingen. „Bei ‚Hero‘ bekomme ich regelmäßig Gänsehaut. Da singen alle in der Konzerthalle. Und selbst die, die gar kein Englisch sprechen“.

Immer mit dabei: Ihre Zwillinge Monroe und Moroccan 

„Ich werde auf jeden Fall meine Babies Monroe und Moroccan dabei haben. Ohne die beiden Süßen fahre ich nicht los. Und wenn wir mit dem Tourbus fahren, muss hinten ein Bett für mich bereit stehen, damit ich mich zwischendrin ausruhen kann.“ Seit ihrem Zusammenbruch und Krankenhausaufenthalt im Jahre 2001 und ihrer darauf folgenden Auszeit ist die Erfolgssängerin vorsichtig geworden. „Ich versuche heute alles sehr leicht zu nehmen und Spass zu haben. Es soll einfach fun sein. Man muss bei all dem Irrsinn in diesem Geschäft seinen Sinn für Humor behalten.“

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Insbesondere ihren Fans ist Mariah Carey dankbar für ihre ermutigenden Nachrichten. Sie bekommt immer noch selbstgeschriebene Briefe im Zeitalter von Instagram und Email. „Meine Fans haben mich durch schwierige Zeiten getragen. Und auch durch glückliche Zeiten. Sie waren immer da für mich, wenn es mir schlecht ging. Und natürlich fühle ich mich jetzt verpflichtet, dass ich ihnen die allerbeste Show biete. Dieses Business darf man nicht nur an Erfolgen festmachen, sondern man muss es auch als Spass sehen. Sonst hält man es nicht aus.“

Die Kameras sind aus. Die Stylisten, Assistenten und Tontechniker zupfen wieder an der „We Belong Together“-Sängerin herum, die ganz nebenbei dann noch ein Geschenk für eine Freundin organisiert. „Mütter müssen multitasken“, lacht sie mir noch zu und es kommt der nächste Kollege aus Holland in das perfekt inszenierte Glamour-Geschehen, gleich neben den kalten Pommes und dem angetrockneten Ketchup.

 

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