Eva Mendes und Paris Hilton gehören schon zu ihren Kunden – und mit dem Launch ihrer ersten veganen Kollektion gewinnt Mehera Blum wahrscheinlich viele weitere Handtaschen-Liebhaberinnen hinzu. Inspiriert von ihrer Reise durch die Berge im Norden Thailands, wo die Designerin faszinierende Muster und Stoffe entdeckte, kam sie zurück nach Los Angeles, um „The Nadine Collection“ in die Tat umzusetzen.

Im Interview mit neuH erzählt die ehemalige Schauspielerin wie sie zum Designen kam und was ihr Label “Blumera“ so besonders macht.

 War es schon immer Ihr Traum Designerin zu werden?

Ich habe das Designen schon immer geliebt, aber seitdem ich klein war,  wollte ich Schauspielerin werden. Das habe ich auch einige Jahre gemacht, bis ich schließlich an einer Quecksilbervergiftung erkrankte. Diese Krankheit wirkte sich auf mein Gedächtnis aus, sodass ich mir mit der Zeit nur noch sehr schwer Texte merken konnte. Also suchte ich nach etwas Neuem, wo mein Gedächtnis keine so große spielen musste. Ich sehe mich heute als Schöpferin – ob es nun eine Rolle ist, die ich kreiere oder eine Handtasche, spielt da keine Rolle.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine eigene Handtaschen-Kollektion zu entwerfen?

Es war Schicksal. Ich war auf Bali und aufgrund meiner Krankheit in einem sehr verletzlichen Zustand. Ich war extrem sensibel für „Zeichen“ und Türen, die die sich vor meinen Augen zu öffnen schienen. In einem dieser Momente kam mir die Idee zu „Blumera.“

Was ist das Besondere an “Blumera“?

Jede Handtasche wird mit Liebe angefertigt. Angefangen von der Idee des Designs, über die Produktion der Tasche bis hin zum Verkauf des Produktes. Der ganze Prozess beruht auf einer bedingungslosen Liebe.

Kürzlich haben Sie Ihre erste vegane Handtaschen-Kollektion “The Nadine Collection“ entworfen. Sehen Sie in der Fashion-Industrie einen wachsenden veganen Trend?

Nicht nur in der Fashion-Industrie, sondern generell sehe ich ein starkes Bewusstsein nachhaltig und ethisch korrekt zu produzieren und zu arbeiten.

Ernähren Sie sich vegetarisch oder vegan?

Nein, aber ich versuche, mich bewusst zu ernähren und darauf zu hören, was mein Körper braucht. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn ich liebe gutes Essen.

Ist es nicht widersprüchlich sowohl Handtaschen aus Leder und Seide zu produzieren und andererseits eine vegane Kollektion herauszubringen?

Ich bin eine Designerin und deshalb sehr vielschichtig in meiner Arbeit. Meine Kollektionen spiegeln unterschiedliche Seiten von mir wider. Ich möchte gerne weitere vegane Kollektionen auf den Markt bringen, aber mir ist es sehr wichtig, natürliche Materialien und keine synthetischen dafür zu benutzen. Deshalb benötigt so eine Kollektion viel Zeit.

Was war die Inspiration für die “Nadine Collection“?

Ich benennen meine Handtaschen nach weisen, geistreichen Frauen. Nadine Tolstoy, die Schwiegertochter von Leo Tolstoy, hat mich dazu gebracht, die vegane Kollektion zu kreieren. Die Gräfin war eine wunderschöne, spirituelle Seele, die Gott über alles gestellt und immer nach der Wahrheit in allem gesucht hat.

Wie kommt die “Nadine Collection“ bei Ihren Kundinnen an?

Sie lieben die Lebhaftigkeit und Gestalt der Taschen. Die meisten mögen die Kollektion wegen ihrer Schönheit und nicht weil sie vegan ist, das ist quasi die Kirsche auf dem Sahnhäubchen.

Leave A Comment

Your email address will not be published.