Aberglaube hin oder her: Seit Freitag, 13. April, geht Harry Bosch bei dem Streamingdienst Amazon wieder auf Gangster-Jagd durch Los Angeles. Zehn neue Episoden warten auf die Fans des unkonventionellen Ermittlers und an Spannung fehlt es der neuen Staffel definitiv nicht! Harry Bosch, gespielt von Titus Welliver („Lost“), ist kein Mann großer Worte, aber wenn es um Gerechtigkeit geht, kennt er keine Grenzen.

„Bosch“ 4: Wo stehen Harry und Co. jetzt?

Titus Welliver, Lance Reddick, Amy Aquino, Maddison Lintz (Foto: Amazon Studios)

In der letzten Staffel kam es für Harry Bosch Schlag auf Schlag. Nicht nur, dass er selbst ins Visier einer Mordermittlung geraten ist, auch seine Vergangenheit holte ihn erneut ein: Der Mord an seiner Mutter. Dieser Fall zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Serie. Die neue Staffel greift jetzt ein viel diskutiertes Thema auf: die willkürliche Gewalt weißer Polizisten gegen Afroamerikaner. Und bereits die Eröffnungsszene der vierten Staffel lässt vermuten, dass zehn sehr spannende Episoden vor den „Bosch“-Fans liegen. Es beginnt direkt mit dem Mord an einem Bürgerrechtsanwalt des LAPD. Dieser hat gerade an einem sehr heiklen Fall gearbeitet: Vier weiße Cops sollen einen farbigen Verdächtigen brutal gefoltert haben, um ihm ein Geständnis in einem Mordprozess zu entlocken. Als Leiter der Task Force ist es nun an Harry Bosch diesen schrecklichen Mord schnellstmöglich aufzuklären. Doch das bringt den Ermittler in eine missliche Lage. Wie Hauptdarsteller Titus Welliver im neuH-Interview erklärt: „Chief Irving überträgt Bosch die Leitung der Task Force, doch das bringt ihn in einen Konflikt mit seinem eigenen Department. Außerdem ist er ein weißer Ermittler, der in dem Mordfall um einen bekannten Anwalt der Afroamerikanischen Gemeinde ermittelt. Das macht manche wütend. Die Stadt steht kurz davor zu explodieren. Aber Irving weiß, dass Bosch das hinbekommt“.

Harry Bosch: Vollzeit-Cop und Single-Dad

Eine persönliche Herausforderung stellt für Harry Bosch vor allem die Beziehung zu seiner Tochter Maddie (Madison Lintz) dar. Sie lebt seit einiger Zeit bei ihm in Los Angeles. Doch aus Harrys kleiner Prinzessin ist inzwischen eine junge Frau geworden – eine Wandlung, die für den sonst so taffen Cop nur schwer zu akzeptieren ist. Auch Maddie muss in dieser Staffel einiges ertragen. Für ihre anspruchsvolle Rolle bekommt Nachwuchs-Talent Madison Lintz von ihren „Bosch“-Kollegen viel Anerkennung.

neuH-Reporterin Dajana Pürsten beim Presse-Event zu „Bosch“ Staffel 4 (Foto: Dajana Pürsten)

Vor allem Serien-Vater Titus Welliver ist schwer beeindruckt: „Ich muss sagen, es gibt eine Menge Dinge, auf die ich bei dieser Staffel wirklich stolz bin, aber vor allem freue ich mich, dass die Menschen jetzt endlich Madisons harte Arbeit sehen können. Ich weiß, dass sie Komplimente nicht so gut verträgt, aber für mich war es ein großes Geschenk, sie in ihrer Rolle wachsen zu sehen. Madison hat in dieser Staffel einen unglaublichen Job gemacht!“

„Bosch“ Staffel 4: „Angels Flight“ als Tatort

„Angels Flight“: Der Tatort in „Bosch“ Staffel 4 (Foto: Dajana Pürsten)

Gedreht wird Amazons Erfolgsserie in Los Angeles. Zusammen mit dem Produzenten Tom Bernardo, dem „Bosch“-Aufnahmeleiter Paul Schreiber und Neel Sodha von „DTLA Working Tours“ hat sich neuH-Reporterin Dajana Pürsten die Haupt-Drehorte der neuen Staffel einmal genauer angeschaut. Der wohl wichtigste Schauplatz ist die historische Eisenbahn „Angels Flight“. Hier passiert der eiskalte Mord an dem Bürgerrechtsanwalt. Die Ironie dahinter ist dem Produzenten Tom Bernardo wohl bewusst: „Der Name ‘Angels Flight‘ bekommt durch den eiskalten Mord doch gleich eine ganz andere Bedeutung“. Die orange Eisenbahn war auch schon in dem Oscar-prämierten Film „La La Land“ zu sehen. Als eines der Wahrzeichen der Stadt verbindet „Angels Flight“ den Broadway mit mit dem Bankenviertel in Downtown Los Angeles. Auch im Luxushotel „Millenium Biltmore“ hat das „Bosch“-Team gedreht. Es ist nicht nur eines der ältesten und schönsten Hotels der Stadt, sondern gehört seit 1969 auch zu den historischen Kulturdenkmälern von L.A. Von 1935 bis 1942 fanden hier sogar die Oscar-Verleihungen statt.

Foyer des Bradbury Buildings (Foto: Dajana Pürsten)

Eine weitere Kulisse stellt das historische „Bradbury Building“ dar, ein ehemaliges Bürogebäude des LAPD. Vor allem die Architektur des Foyers ist beeindruckend und sorgt für den typischen „Noir“-Charme der US-Serie. Eigens für die vierte „Bosch“-Staffel wurde hier eine Wohnung angemietet, die als Büro des Mordopfers zu sehen ist. Bekannt ist das „Bradbury Building“ auch aus dem Film „Blade Runner“ mit Harrison Ford.

„Bosch“-Staffel 5 schon bestellt

Die Krimi-Serie „Bosch“ basiert auf den beliebten Romanen von Michael Connelly. Über 20 Geschichten hat der Schriftsteller seiner Titelfigur Hieronymus „Harry“ Bosch gewidmet. Seit 2014 läuft die Serie bei Amazon und ein Ende ist nicht in Sicht. Bereits vor der Ausstrahlung der neuen vierten Staffel, hat Amazon angekündigt, eine fünfte „Bosch“-Staffel zu produzieren. Der grüblerische Einzelgänger Harry Bosch hat eben eine große Fangemeinde.

Fotos: Amazon Studios, Dajana Pürsten

 

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