Immer mehr alte Schiffscontainer werden zu Restaurants oder Cafés

In jedem Hafen gehören sie zum allgegenwärtigen Bild: Schiffscontainer.  Alleine im Hamburger Hafen wurden im vergangenen Jahr 8,1 Millionen solcher Standardcontainer auf- und abgeladen. Diese Container sind zigfach um die Welt gereist und haben Tausende von Seemeilen auf dem Buckel. Die Belastungen sind enorm, viele dieser Transportkisten werden daher nach einigen Jahren aufgrund von kleinen Mängeln aussortiert und aufwendig entsorgt.  Warum diesen Containern nicht einfach ein Zweitleben schenken, fragten sich findige Geschäftsleute wie Kim Gros? Und so wurden aus Schiffscontainern kurzerhand Food-Container.

Food-Container – Die Zukunft des mobilen Essens?

Long Beach nahe Los Angeles beheimatet den zweitgrößten Hafen der Welt. Das Geschäft mit den Containern ist auch hier so normal wie die Beach Cruiser am Strand vom Venice. Kim Gros sah deshalb genau hier das große Geschäft: „Unsere Wirtschaft wird durch das Verschiffen von Containern gelenkt. Deshalb waren die Food-Container ein logischer Schritt in die richtige Richtung. Sie sollen nach dem Ausrangieren auch weiterhin Wirtschaftsmodelle beheimaten.“

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Der Starbucks Container. credit: Starbucks

Las Vegas hat das Umfunktionieren von alten Containern bereits 2013 als Geschäftsmodell erkannt und gleich mal eine ganze Food- Containerstadt errichtet. Auch in  San Diego, wo der Hotdog und Bier-Container namens  „Quartyard“ läuft wie Hülle, ist diese Idee nichts neues. Selbst der Kaffee-Gigant Starbucks hat bereits erste Filialen eröffnet, die in alten Containern untergebracht sind.  Ein echt schickes Teil, wie wir finden. Nachdem der Trend in den anderen Städten so gut funktioniert zieht nun auch L.A. nach!

Der „Rosa Flamingo“ begeistert L.A.

Mitten in Downtown Los Angeles steht der „Rosa Flamingo“, wie ihn einige nennen. Hier im Künstlerviertel von L.A. verkauft man im „Shreebs Café“  . . . Kaffee natürlich.  Die zwei Gründer Casey Goch und Ren Fuller-Wasserman waren von Anfang an von diesem Konzept beeindruckt. Sie ließen ihr altes Café hinter sich, um nun den Traum vom rosa Container- Café zu leben. „Unsere größte Herausforderung war es, das Ganze eher feminin wirken zu lassen.“ Aber nicht nur die Farbe stellte die beiden vor eine große Herausforderung. Die Größe eines solchen Containers machte Goch und Fuller-Wasserman ebenfalls Sorgen: „Wir haben viele Zeichnungen angefertigt, bis wir das erste Mal  einen unserer Container betreten haben. Wir waren vom Platzangebot echt überrascht!“

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Waxpaper in Downtown L.A. credit: PR

Doch nicht nur die beiden haben den Schritt in den Container gewagt. Peter und Lauren Lemos, das Paar hinter dem neuen Deli „Wax Paper“, eröffnen nun ihr Restaurant im neuen Trend-Bezirk Elysian Park. „Peter und ich wollten schon immer einen Sandwich-Shop haben, der klein und kompakt ist“, so Lauren Lemos. „Es hält unser Business-Modell überschaubar und ist einfach zu reinigen.“ Die Vorschriften der Stadt bezweifelten jedoch zunächst die Idee ein 21 Quadratmeter großes Restaurant mit Küche und Essbereich in einem Container konzipieren zu können. Doch am Ende war genau diese Form der Blechbüchse ausschlagend, um das Projekt zu realisieren: „Es ist eine sehr langlebige und vor allem robuste Idee. Wir mögen es“, so der mit dem Projekt beauftragten Architekt Arturo Yanez. Wir finden das ist mal echt coole Variante des Recycling.

Weitere Infos:

Shreebs Café

www.shreebscoffee.com

Wax Paper:

www.waxpaperco.com

 

 

 

„Machete“ cooks

 

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