Ein Stück deutscher Kultur mitten in Hollywood

Wer kennt sie nicht noch aus Kindertagen – die Augsburger Puppenkiste. In Deutschland bereits seit den 50er Jahren bekannt und überaus beliebt, hat sie es nun endlich auch nach Hollywood geschafft. Dank der Regisseurin Eva Merz hat das auch bei Erwachsenen noch immer sehr beliebte Marionettenspiel gute Chancen, bald auch auf dem nordamerikanischen Kontinent große Bekanntheit zu erlangen.

Die Entstehungsgeschichte der Puppenkiste

Die Regisseurin Eva Merz bringt mit ihrem Film “Strings of Hope” genau das auf die Leinwand, was viele von der Augsburger Puppenkiste noch nicht kannten – nämlich ihre wahre Entstehungsgeschichte. Die gebürtige Münchnerin studierte die letzten Jahre Regie am „American Film Institute“ in Los Angeles und ließ sich nun bei ihrem Abschlussfilm von der Geschichte des bekannten deutschen Puppentheaters inspirieren.
Es geht also nicht um eine spezielle Figur der bekannten Marionetten-Charaktere, sondern um die Entstehung des Theaters zu einer sehr schwierigen Zeit in Deutschland.

Puppentheater in der Nachkriegszeit

Der zweite Weltkrieg war gerade zu Ende und das Leben im Nachkriegsdeutschland alles andere als leicht. Nachdem Walter Oehmichen von seinem Einsatz an der Front zurückkehrt, möchte er seinen Traum von einem Marionetten-Theater verwirklichen.
Voller Begeisterung versucht seine Tochter ihm zu helfen, wird allerdings schnell von ihren Vater ausgebremst. Und so scheinen sich Selbstverwirklichung und Familie in Walther Oehmichens Leben gegenüber zu stehen, An der Bekanntheit der Augsburger Puppenkiste und ebenso an der Tatsache, dass sie stets ein Familienbetrieb war, lässt sich erkennen, dass es ihm letztlich doch gelungen ist, beides zu vereinen.

Besetzung gut durchdacht

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Eva Merz mit den Puppen

Neben den originalen Marionetten bringt der Film von Eva Merz ein Stück deutsche Kultur-Geschichte nach Amerika. Um es so realitätsnah wie möglich zu halten wird die Hauptrolle des Walter Oehmichen von dem deutschen Schauspieler Heiko Obermöller besetzt. Und der weiß was er tut, schliesslich war er auch im wirklichen Leben, ebenso wie sein Filmcharakter, als Puppenspieler tätig.
Noch ist die Geschichte nur als Kurzfilm gedreht und durch Spenden finanziert, jedoch hofft Eva Merz bald auf Unterstützung von amerikanischen Investoren. Dann könnte sie wie einst Walter Oehmichen ihren eigenen Traum verwirklichen und aus der Kurzgeschichte einen Spielfilm machen.

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